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380kv - Hintergründe

Um Strom aus erneuerbaren Energien vom Norden Deutschland ins Landesinnere und nach Süddeutschland zu transportieren, 
wurde in dem Energieleitungsausbaugesetz (EnLaG) der Ausbau leistungsstarker Stromnetze beschlossen.
Ein Teil dieses Programms ist eine 380kV Freileitung zwischen Wehrendorf und Gütersloh. 
Mit der Planung und dem Bau der Trasse wurde die Firma Amprion GmbH beauftragt. 

In Zusammenarbeit mit den Gemeinden Belm und Bissendorf hatte Amprion für diesen Teilabschnitt, der auch den
Bereich Bissendorf betrifft, in einem  langjährigen Trassenfindungsprozess 3 Trassenvarianten entwickelt
und schließlich zu den drei Korridoren A, B und C verdichtet.
Nach Prüfung der verschiedenen Varianten kommt Amprion zu dem Schluss, dass davon Korridor A zu bevorzugen ist.
Mit diesem Ergebnis leitete das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems (ArL) am 03.05.2019 d
as Raumordnungsverfahren ein. 

Korridor A würde als Freileitung mit 65m hohen Masten und 80m breiten Kahlschneisen quer über den Platz des OGC! gehen!
Eine absurde Idee, das würde unseren einzigartigen Waldplatz völlig ruinieren! Ein No-Go, für den OGC absolut nicht akzeptabel!
Nicht nur für uns, auch für die Anrainer von Korridor A,  für die Gemeinde Bissendorf, und für die regionale Politik nicht.
Ein Kampf begann, mit der Bürgerinitiative Darum, der Bürgerinitiative Bissendorf und dem Rathaus in Bissendorf an der Spitze.
Ein Kampf für eine zumutbare Lösung, für den OGC, für alle Bewohner der Region, für den Erhalt der hiesigenbislang
völlig unbelasteten wunderschönen Kulturlandschaft auf dem Höhenzug des Teutoburger Waldes, letztlich ein Kampf für Erdkabel.
Ein Kampf, der zum Flächenbrand wurde, von der Politik in Hannover und Berlin nicht mehr zu übersehen.
So kam es zu ersten Teilerfolgen:

Die Politik forderte von Amprion, den  Nordausbau im Norden mit den Korridoren A, B und C im Zusammenhang 
mit dem Südausbau (Korridore 1, 2 und 3) zu sehen. Mit ein Grund dafür, dass Amprion seit Ende 2019
die Präferenz im Norden bei Korridor  B sieht. Korridor B betrifft den OGC nicht.

Seit Anfang 2020 kommen Teilerfolge in Richtung Erdverkabelung hinzu.
Im Süden favorisiert Amprion mittlerweile Korridor 3 und plant mittlerweile die Erdverkabelung bis über Bissendorf hinaus.
Im Norden, auf Korridor B, wird das Erdkabel nun bis kurz vor Wissingen geplant. 
Bissendorf, und die Schelenburg, wären noch gefährdet. 
Was heißt: Weiter für die Erdverkabelung kämpfen!Trotz aller guten Nachrichten gilt: Noch ist niemand sicher! 
Der Kampf geht weiter. Und er kann noch lange dauern.